Sie werden mit Elektroschocks traktiert, ihre Organe werden zerstört, sie werden vergiftet und verstrahlt, sie werden mit Viren, Bakterien und Parasiten infiziert, ihre Gehirne werden geschädigt, sie werden ertränkt, verbrannt oder verbrüht, sie werden chirurgisch verstümmelt. Affen, Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse und viele andere Tiere. Am Ende der Versuche werden nahezu alle Tiere getötet. Bundesweit waren es im Jahr 2020 mehr als 2,5 Millionen Tiere, die in deutschen Labors litten und starben.
Im Tierversuch werden Tiere als „Modellorganismen“ zu Messinstrumenten degradiert, die nach Gebrauch weggeworfen werden. Doch Tiere sind fühlende, leidensfähige Lebewesen, die Schmerz, Leid und Angst empfinden wie wir. Tierversuche und eine ethisch vertretbare Medizin und Wissenschaft schließen sich aus. Tierversuche sind aber nicht nur aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern auch, weil sie wissenschaftlich unsinnig sind.
Tiere und Menschen unterscheiden sich hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel wesentlich
voneinander. Selbst Tiere verschiedener Arten können auf Chemikalien und Medikamente ganz
unterschiedlich reagieren. Nach der Durchführung eines Tierversuchs kann nicht vorausgesagt werden,
ob Menschen genauso oder anders reagieren werden. Die vielen aufgrund von Tierexperimenten für sicher
gehaltenen Medikamente, die beim Menschen schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen
hervorriefen, sind ein Beweis dafür, dass sich die Ergebnisse von Tierversuchen nicht mit der nötigen
Zuverlässigkeit auf den Menschen übertragen lassen. Allein in Deutschland gehen 58.000 Todesfälle auf das Konto von
Arzneimittelnebenwirkungen.
Im Tierversuch werden die Krankheiten des Menschen auf Symptome reduziert und bei Tieren künstlich
hervorgerufen. Sofern sie überhaupt gelingt, wird schon diese künstliche Erzeugung eines Defektes
beim Tier als großer Erfolg in den Medien gefeiert. Beispielhaft sei hier die „Krebsmaus“ genannt. Durch
Manipulation des Erbguts entwickeln diese Tiere bösartige Tumore. In den letzten 20 Jahren wurden
hunderte Behandlungsmethoden „erfolgreich“ an Krebsmäusen getestet – doch beim Menschen versagten
sie alle.
Wichtige Aspekte der Krankheitsentstehung wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, Verwendung von
Suchtmitteln, schädliche Umwelteinflüsse, Stress, psychische und soziale Faktoren werden nämlich bei
dieser Art der Forschung vollkommen außer acht gelassen. Ergebnisse aus Studien mit Tieren sind
daher irreführend und irrelevant.
Wir fordern von der Politik, öffentliche Gelder nicht länger in eine ethisch inakzeptable und
medizinisch unsinnige Forschung zu stecken. Stattdessen muss die tierversuchsfreie Forschung mit
menschlichen Zellkulturen, Mini-Organen, Multi-Organ-Chips und Bevölkerungsstudien ausgebaut werden.
Wir fordern ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, um den Weg frei zu machen, für eine moderne,
tierversuchsfreie Medizin und Wissenschaft des 21. Jahrhunderts.
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